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  AERA Msgr. Johann Schober 01.03.2001 bis jetzt

  2001


1. März:
Der bisherige Leiter Johannes Lang wechselt ins Evangelisationszentrum Maihingen. Bischof Manfred Müller überträgt dem bisherigen Regens des Priesterseminars Regensburg, Johann Schober, die geistliche und wirtschaftliche Verantwortung für die Einrichtung und ernennt ihn zum neuen Direktor von Johannisthal und zum Regionaldekan für Tirschenreuth/Wunsiedel.
Bei seiner Einführung nennt Johann Schober zwei Arbeitsschwerpunkte: „Die Anhebung des religiösen Grundwasserspiegels, um damit für eine lebendige Kirche im 21. Jahrhundert zu sorgen“, sowie die Bildung von Seelsorgeeinheiten.

  


1. November:
Direktor Johann Schober wird von Bischof Manfred Müller zum Monsignore ernannt und somit in die "Päpstliche Familie" aufgenommen.


  


6. November:
"Ein Vierteljahrhundert Freundlichkeit": Sr. Siena Paintner sorgt seit 25 Jahren dafür, dass sich die Gäste im Haus wohl fühlen - und deshalb wiederkommen

Dir. Msgr. Johann Schober
Sr. Siena.Paintner
Msgr. Max Rackl


  2002


Februar:
Sr. Domina geht nach 53jährigem Wirken in Johannisthal, davon die letzten 25 Jahre als Oberin, in den Ruhestand ins Schwesternheim nach Bad Wörishofen. Direktor Schober dankt der scheidenden Oberin für ihren bescheidenen und unermüdlichen Dienst nach dem Motto "Die Liebe Christi drängt uns." Bürgermeister Kurt Döllinger würdigt die Bescheidenheit von Schwester Domina, mit der sie den Geist des Hauses mitbestimmt habe. Oberin Schwester Domina: "Es war eine schöne Zeit und ein schönes Arbeiten, mit viel Freude und Liebe".



Bürgermeister Kurt Döllinger würdigt die Bescheidenheit von Schwester Domina

 

Nachfolgerin wird Sr. Noemi Leitl aus Tirschenreuth, mit ihr kommt Sr. Carmina aus Mallersdorf.

Sr. Noemi Leitl

 

Sr. Noemi Leitl - links, Sr. Domina - Mitte,
Dir. Schober - rechts

Ende und Neubeginn

 

Ansprache Generalvikar Gegenfurtner Wilhelm



  



19. März:
Monsignore Max Rackl feiert 50jähriges Priesterjubiläum

Sein Primiz-Spruch:
"Dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt."

  


1. April (Ostermontag):
50 Jahre Priester Jesu Christi - 50 Jahre priesterlicher Dienst im Exerzitienhaus Johannisthal - ein seltenes, einmaliges Jubiläum von Msgr. Max Rackl.

Am 19. März 1952 in Regensburg zum Priester geweiht, beginnt der junge Kaplan Rackl bereits vier Wochen später, am 16. April 1952, in Johannisthal seinen priesterlichen Dienst. Ein ungemein segensreiches Wirken für das Haus und die vielen Menschen, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten im Exerzitienhaus ein- und ausgingen.
Monsignore Max Rackl hat sein Leben unter das Wort von Pater Delp gestellt: "Dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt." Ein Wort, das er immer wieder auch den vielen Trost und Rat Suchenden mit auf den Weg in den Alltag gab.
In seiner Festpredigt zum 50jährigen Priesterjubiläum von Monsignore Max Rackl bezeichnet Weihbischof Karl Flügel ihn als "großen Baumeister von Johannisthal. Jeder Stein hier sagt uns - das ist das Werk des `Rackl-Max´." Und der Bischof fährt fort: "Der Priester Max Rackl hat seine Freude an Gott vorgelebt. Und er hat diese Freude anderen geschenkt. Unzählige Menschen gingen in den vergangenen 50 Jahren beglückt von Johannisthal fort - und kamen in freudiger Erwartung wieder. Rackl ist so auch zum Baumeister der Herzen geworden."


  


7. September, Samstag, 10.00 Uhr:
Gott, der Herr, holt seinen treuen Diener, Monsignore Max Rackl, heim zu sich. "Max Rackl hat als Priester keine Pfarrei geleitet, aber er war ein Pfarrer der Herzen nach dem Vorbild des Guten Hirten"
Monsignore Max Rackl hat sein Leben unter das Wort von Pater Delp gestellt: "Dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt." Ein Wort, das er immer wieder auch den vielen Trost und Rat Suchenden mit auf den Weg in den Alltag gab.

'Mit Monsignore Rackl ist ein Stück Johannisthal gegangen, geblieben aber sind seine großen Verdienste, sein Lebenswerk: Johannisthal.
Sein aufrichtiges, ehrliches, bescheidenes Wesen, seine Offenheit für alle Menschen, seine tiefe Frömmigkeit, haben ihn ausgezeichnet und sind für uns bleibende Erinnerung.'

( Fam. Babl, Nabburg ).

Monsignore Max Rackl ist heimgegangen, und das in zweierlei Sicht: heimgekehrt zu Gott, seinem Vater, und heimgekehrt nach Runding, zu seinem Geburtsort. Dort wurde er am Mittwoch nach einem beeindruckenden Requiem im Priestergrab beigesetzt.
Unzählige Bürger begleiteten den ehemaligen Direktor des Exerzitienhauses Johannisthal auf seinem letzten Weg. Über 60 Geistliche nahmen am Sarg, der mit Kelch und Stola geschmückt vor dem Altar stand, Abschied von Rackl. Aus Windischeschenbach und Umgebung waren über 200 Gläubige nach Runding gefahren, um Monsignore Rackl die letzte Ehre zu erweisen.
Prälat Wilhelm Gegenfurtner, stellvertretender Diözesanadministrator, zelebrierte den Trauergottesdienst gemeinsam mit Rundings Pfarrer Karl Schmidt und Direktor Johann Schober. In der Predigt verglich der Prälat den Verstorbenen mit einem Weizenkorn, das reiche Frucht bringt: "Rackl hat in den 50 Jahren seines Wirkens in Johannisthal reiche Frucht gebracht. Der Verstorbene hat immer deutlich gemacht, dass er Diener Gottes ist." Das hätte Rackl charakterisiert, der in Johannisthal sein ganzes priesterliches Leben ausgebreitet und damit Brücken für andere geschlagen habe.
"Die Stadt Windischeschenbach hat Monsignore Max Rackl viel zu verdanken. Er hat in der Stadt Spuren hinterlassen, sein Name ist zum Begriff geworden. Er hat Johannisthal zu einer Quelle der inneren Ruhe und Besinnung entwickelt. Sein Geist wird dort weiter leben, wo er zu Lebenszeiten so segensreich gewirkt hat", erklärte Windischeschenbachs Bürgermeister Andreas Meier.

Ansprache von Direktor Johann Schober bei der Beerdigung von Max Rackl in Runding:

"Untrennbar verbunden mit dem Exerzitienhaus Johannisthal ist und bleibt der Name von Monsignore Max Rackl. All sein priesterliches Wirken seit seiner Weihe am 19. März 1952 gehörte diesem Hause, den Mallersdorfer Schwestern und den unzähligen Gästen. Wie sich das Exerzitienhaus heute präsentiert, ist bleibendes Verdienst von Msgr. Rackl. Aus kleinen Anfängen hat er die umgebaute ehemalige Glasschleife zu einem geräumigen, modernen Exerzitienhaus geformt, das zur geistigen Heimat für viele geworden ist. So schuf Direktor Rackl die äußeren Voraussetzungen, um ein umfangreiches spirituelles Programm durchführen zu können. Über 1000 Einkehrtage und 314 Exerzitienkurse für Jugendliche, Frauen und Männer aller Altersstufen und zahlreicher Berufe hat er selber gehalten. Nicht zu zählen sind die Seelsorgegespräche in den unterschiedlichsten Anliegen und die Beichten, die er auch noch im Ruhestand abgenommen hat. 1997 legte er die Verantwortung für das Haus in jüngere Hände. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 1968 mit dem päpstlichen Ehrentitel "Monsignore" ausgezeichnet. Es war für ihn eine stille, aber spürbare Freude, dass er heuer am Ostermontag noch das goldene Priesterjubiläum mit seinen Angehörigen und zahlreichen Gästen feiern konnte. Max Rackl hat als Priester keine Pfarrei geleitet, aber er war ein Pfarrer der Herzen nach dem Vorbild des Guten Hirten. Mit Glaubensmut und Gottvertrauen ging er den Kreuzweg seiner letzten Wegstrecke in den zurückliegenden Wochen.
So sage ich unserem verstorbenen Direktor ein herzliches Vergelt´s Gott persönlich für seine mitbrüderliche Verbundenheit, im Namen der Schwestern für die väterliche Begleitung und im Namen der tausenden Besucherinnen und Besucher unsres Exerzitienhauses für die Verkündigung des Wortes Gottes und das beispielhafte Lebenszeugnis. In den letzten drei Tagen haben in der übervollen Hauskapelle viele Gläubige für ihn den Rosenkranz gebetet. Am Sonntag in einer Woche feiern wir noch um 10 Uhr in Johannisthal einen feierlichen Gottesdienst für den verstorbenen Monsignore.
Meinen ausdrücklichen Dank sage ich auch den Angehörigen unseres lieben Verstorbenen. Er hat sich ihnen immer verbunden gefühlt und in Hochachtung und Freude von ihnen gesprochen. Ihre Verbundenheit auch in der Krankheit war ihm sehr wichtig.
Ein Vergelt´s Gott gilt auch der Heimatpfarrei Runding. Die Anwesenheit ihrer Vertreter beim goldenen Priesterjubiläum hat ihn sehr geehrt. Ich danke für die liebevolle Vorbereitung des Trauergottesdienstes und der Beerdigung. Der Leichnam eines großen Sohnes ihrer Gemeinde findet hier seine letzte Ruhe.
Fragen wir nach seinem Vermächtnis, das er uns mitgeben möchte, so sind wir auf Johannes den Täufer verwiesen. Er hat dem Herrn den Weg bereitet, die Menschen zu Christus geführt und ihren Glauben gefestigt. Genau das hat Msgr. Max Rackl mit seiner einfühlsamen und glaubensfrohen Art auch getan. "Geht in Freude und Leid zu Christus!" Diese Botschaft gibt er uns über seinen Tod hinaus mit. Schließen möchte ich mit dem letzten Satz, den er in seinem Führer über das Exerzitienhaus geschrieben hat: "Möge Johannisthal unter dem Patronat Johannes des Täufers und durch die Fürsprache der Gottesmutter auch fernerhin ein Tal der Gnade, ein Segenstal, bleiben.
"


  


14. September:
Schwester M. Siena Paintner verlässt `ihr´ Exerzitienhaus Johannisthal und beginnt im Marienheim der Mallersdorfer Schwestern in Siegsdorf-Eisenärzt ihren wohlverdienten Ruhestand.

In einer Feierstunde verabschiedet Direktor Johann Schober Schwester Siena und sagt ihr ein herzliches Vergelt´s Gott für ihre Verdienste und ihren unermüdlichen Einsatz im und für das Haus Johannisthal.
Vielen war sie Begleiterin in Sorgen und Nöten, alle fanden bei ihr ein offenes Ohr und tatkräftige Unterstützung. Der erste Blick der Besucher galt immer der Pforte, in der sie - man meinte fast Tag und Nacht - ihren Dienst versah und jede und jeden empfing, der das Haus betrat. 26 Jahre sorgte sie dafür, dass sich alle Gäste des Hauses wohl fühlten.

Direktor Schober überreicht zum Abschied Bilder aus vergangenen Tagen mit Bekannten und Freunden, die Schwester Siena immer an die schönen Stunden im Haus Johannisthal erinnern sollen.

Brief von Schwester M. Siena Paintner an alle, die sie kennen und lieb gewonnen haben:

`Lieb gewordenes Loslassen - Verantwortung - Verpflichtung an Jüngere abgeben´

Nach längerem Aufenthalt im Krankenhaus werde ich nach 26jähriger Tätigkeit im Exerzitienhaus Johannisthal zum 14. September 2002 meinen Ruhestand beginnen.
Da ich meinen Ruhestand nicht in Johannisthal verbringen werde, ist es mir ein sehr großes Anliegen "allen" - den kirchlichen Nachbarn, der Stadtverwaltung, dem städtischen Bauhof, allen Fraktionen und Verbänden, Firmen und Geschäftsleuten, Männer, Frauen, Familien und Jugendlichen - allen, die in unserem Haus Stille und Geborgenheit suchten, ein herzliches Vergelt´s Gott zusagen für das schöne Für- und Miteinander und für ihr Vertrauen.
Ich nehme Abschied von meinem so geliebten Tal - aber meine Wurzeln bleiben bei euch zurück. Im Gebet sind wir weiterhin verbunden.
Es grüßt euch "alle" in Liebe und Dankbarkeit.
Lebt. wohl, Eure Schw. M. Siena



  2004


23. Juni

Monsignore Johann Schober feiert 25jähriges Priesterjubiläum
Sein Primizspruch:
Wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Christus, den Herrn, uns aber als Eure Diener um Jesu willen (2 Kor 4,5).

Die Menschen kommen gern zu „ihrem Direktor“ nach Johannisthal, weil sie von ihm Hilfe und Trost erfahren.
Dir. Msgr. Johann Schober lebt seinen Primizspruch „…eure Diener um Christi willen“ so intensiv, dass alle, die ihm begegnen dürfen, spüren, dieser Mann ist ein wahrhafter Seelsorger. Feinfühlig im Umgang mit Menschen, geduldig und verständnisvoll als Zuhörer, besonnen als Ratgeber, beruhigend und unterstützend für Hilfesuchende.
Männer und Frauen sind gleichermaßen begeistert von seinen brillanten Vorträgen bei Einkehrtagen und Exerzitien, die von großem und reichem Wissen zeugen.
Dass er selbst Johannisthal und somit dem Waldnaabtal vor dessen Haustür sehr verbunden ist, beweisen wunderschöne Fotos, die er auf seinen – aus Zeitmangel eher seltenen – Streifzügen durchs Waldnaabtal schießt und auch das Buch, das er herausgegeben hat: „Sagen und Legenden aus dem Waldnaabtal“.
Auch als Regionaldekan der Region Tirschenreuth – Wunsiedel ist er überaus geschätzt und beliebt.

23. Juni 1979 Priesterweihe im Dom zu Regensburg (geweiht von Bischof Dr. Rudolf Graber)
1. Juli 1979 Primiz in Arth bei Landshut
1979 – 1982 Kaplan in Rottenburg/Laaber
1982 – 1986 Kaplan in Geisenfeld/Obb.
1986 – 1997 Pfarrer in Kirchberg und Reichlkofen
1997 – 2001 Regens im Priesterseminar Regensburg
seit 2001 Direktor des Exerzitienhauses Johannisthal und
Regionaldekan der Region Tirschenreuth – Wunsiedel

Am Sonntag, 27. Juni, feiert Direktor Msgr. Johann Schober in Konzelebration mit acht Geistlichen aus Anlass seines Silbernen Priesterjubiläums in der Hauskapelle von Johannisthal Dankgottesdienst: „Dank an Gott für 25 Priesterjahre, Dank an alle Menschen, die mich in dieser Zeit begleiteten, und Dank an die Schwestern und Mitarbeiter des Hauses, die ihre Aufgaben hier so gut erfüllen.“
Bruder Anton Schober, Pfarrer in Thalmassing, in seiner Festpredigt: „Damals hast du gesagt `Ich bin bereit.´ Drei Worte, die für dein ganzes Priesterleben Geltung haben. Bereit, die frohe Botschaft Jesu zu verkünden und zu bekunden. Bereit, Priester zu sein auf ewig. Dieses Versprechen hast du 25 Jahre hindurch tapfer eingelöst.“


Im Anschluss an den Dankgottesdienst wird Msgr. Johann Schober im festlich geschmückten Speisesaal von den geladenen Gästen und den Schwestern des Hauses mit Gesang und guten Wünschen empfangen.


Schwestern und Mitarbeiter des Hauses bereiten „ihrem“ Direktor am Nachmittag eine Riesenüberraschung: Msgr. Johann Schober erhält von ihnen als Geschenk ein blaugelbes Gummiboot, um die Gewässer der Waldnaab zu erkunden.


 

 

Die erste Bootfahrt mit dem „Jubiläumsboot“
Direktor Johann Schober paddelt zum Vergnügen der in Urlaub in Johannisthal weilenden Kinder im Waldnaab-Kanal.
„Mit voller Kraft ist er dabei – bis ihm ein Paddel bricht entzwei!“





 


16. Juli

Am 16. Juli segnet Direktor Msgr. Johann Schober eine `Stele´ zum Gedächtnis für Msgr. Max Rackl.
Fast fünf Jahrzehnte, davon fast 40 Jahre als Direktor, verbrachte Monsignore Max Rackl in Johannisthal. Am 7. September 2002 starb der weit über die Grenzen des Tales hinaus beliebte Priester. Er wurde in Runding bei Cham, wo er am 26. November 1923 geboren worden war, beerdigt.
Nun erinnert ein Relief am Haupteingang des Exerzitienhauses an den Priester und langjährigen Direktor. Geschaffen hat die Stele, die aus einem halben Lärchenstamm besteht, der junge Bildhauer Quirin Bäumler aus Wernberg.



 


17. November

Schwester Jukundina Wild, ein `Urgestein´ des Hauses feiert im Kreise ihrer Mitschwestern und mit Direktor Johann Schober ihren 85. Geburtstag. Die Jubilarin kam bereist 1948 nach Johannisthal und lernte noch den Gründer des Hauses, Pfarrer Johann Roeseneder, kennen. Doch bereits nach einem Jahr, nach Ablegung der Profess, wurde ihr die Aufgabe einer Diätköchin im Krankenhaus Weiden zugewiesen. Weitere Station war eine Klinik in Schwarzach bei Straubing, bevor sie 1991 nach Johannisthal zurückkehrte, wo sie noch heute in der Küche eifrig mithilft. Aufgrund ihrer Belesenheit und ihres guten Gedächtnisses bezeichnet Direktor Schober die Jubilarin als `lebendes Lexikon´ im Exerzitienhaus Johannisthal.



 


21. Dezember

Zum Dank für 25 Priesterjahre und zur Erinnerung an die Einweihung der Marienkapelle im Wald, die sich 2005 zum 50mal jährt, stiftet der Direktor des Exerzitienhauses Johannisthal, Msgr. Johann Schober, ein Wegkreuz.
Das gusseiserne Kreuz, aufgestellt auf dem Weg zur Marienkapelle, wurde von Kirchenmaler Josef Weilhammer farblich gefasst und gestaltet.
Im Rahmen einer feierlichen Waldweihnacht mit Schwestern und Angestellten des Hauses weiht er es ein: „Das Kreuz ist ein Hinweis auf die Liebe Gottes, denn in diesem Zeichen hat uns Christus erlöst. Er geht die Kreuzwege der Menschen mit.“


  2005


20. Januar

Domvikar Dr. Wolfgang Vogl vom Ordinariat Regensburg weiht im Beisein von Direktor Msgr. Johann Schober und Oberin Sr. Noemi Leitl die neue Bibliothek im dritten Stock des Hauses ein.
Schon lange hegte der Direktor des Exerzitienhauses Johannisthal den Wunsch nach einer Bibliothek im Hause. Jetzt ging er in Erfüllung.
Den Grundstock bilden Bücher aus der reichhaltigen Sammlung des Direktors. Ergänzt werden sie durch Werke aus dem Fundus des Hauses, sowie einer ganzen Reihe von Büchern, die Priester im Laufe der Jahre dem Haus schenkten. Das Lesegebiet erstreckt sich von der Theologie über Kunstgeschichte und bayerische Literatur bis hin zu Nachschlagewerken über Gesundheit.
Direktor Schober: „Über der antiken Bibliothek in Alexandria standen die Worte `Heilmittel für die Seele´. So verstehen auch wir die Bedeutung unserer Bibliothek für alle Altersgruppen - Gespräche sollen angeregt werden. Aber auch Einzelgäste wie Seelsorger, Ordensleute und interessierte Laien finden eine geistige Bereicherung.“




 


28. Mai:
50 Jahre „Madonna von Johannisthal“
In Anwesenheit von rund 7000 Jugendlichen aus der nördlichen Diözese weihte Erzbischof Dr. Michael Buchberger am 15. Mai 1955 die Waldkapelle der „Madonna von Johannisthal“. Der damalige legendäre Jugendpfarrer Anton Maier, auch als `Jupf´ bekannt, bezeichnete die Weihe der Waldkapelle als die Krönung des Marianischen Jahres. „Der Jugend sollen die Marienheiligtümer Leitstern und Kraftquell sein im Kampf des Lebens. Durch Maria zu Christus“, rief der Jugendpfarrer den Tausenden von Jugendlichen zu, die mit Omnibussen, Motor- und Fahrrädern, mit der Bahn oder zu Fuß nach Johannisthal gekommen waren.

Inzwischen hat die Kapelle 50 Jahre die Stürme der Zeit, die über sie hinwegfegten, überstanden. Zum Jubiläum werden innen und außen Schäden behoben; außerdem wird das
Eisengitter am Portal nach innen, näher zum Alter hin, versetzt. So kann jetzt auch der Innenraum der Kapelle betreten werden.
Die Feier zum 50jährigen Bestehen wird vom Direktor des Exerzitienhauses, Msgr. Johann Schober, geleitet, den Abschluss bildet eine Lichterprozession, an der auch Wallfahrer von Weiden Herz Jesu teilnehmen. Seit 1959, seit Pfarrer Johann Rösch von Windischeschenbach nach Weiden Herz Jesu versetzt wurde, kommen sie einmal im Jahr zur Muttergottes von Johannisthal.



 


15. Juni

Seit 1996 bedient Sr. M. Herona Lindinger Johannisthal’s Gäste im Speisesaal und sorgt dafür, dass sie sich wohl fühlen. Nun muss sie schweren Herzens Abschied nehmen – die Füße versagen ihren Dienst. Sie wird ihren wohlverdienten Ruhestand im Mutterhaus in Mallersdorf genießen. In einer Feierstunde überreicht Direktor Johann Schober zum Dank ein Buchgeschenk an Schwester Herona und ihre Mitschwestern bringen ihr zusammen mit den Angestellten des Hauses zum Abschied ein Ständchen dar.



 


17. Juli

`150 Jahre Mallersdorfer Schwestern´ - dieses Jubiläum feiert Johannisthal mit einem `Nardinitag´ zum Dank für das unermüdliche Wirken der Mallersdorfer Schwestern seit der Gründung des Exerzitienhauses im Jahr 1948. Sechs Schwestern leben und arbeiten zur Zeit unter Leitung von Oberin Sr. Noemi Leitl in Johannisthal.
Die „Mallersdorfer Schwestern“ leben nach der Regel für den klösterlichen Dritten Orden des heiligen Franziskus. Ihr Ordensstifter Dr. Paul Josef Nardini wollte, dass sie Menschen franziskanischer Prägung seien, d. h. einfach ansprechbar für die Not der Menschen um uns, geschwisterlich, friedliebend.
Das Kloster Mallersdorf ist seit 1869 das Mutterhaus der `Kongregation der Armen Franziskanerinnen von der Hl. Familie´, genannt `Mallersdorfer Schwestern´. Diese Gemeinschaft wurde am 2. März 1855 in Pirmasens/Pfalz von Dekan und Pfarrer Dr. Paul Josef Nardini gegründet. Er gab seinen Schwestern den Auftrag „das Evangelium zu verkünden – nicht mit Worten allein, sondern durch die Werke der Liebe“.
Dies zu erfüllen bemühen sich die Schwestern in Bayern, der Rheinpfalz, in der südafrikanischen Mission und seit der Wende des Kommunismus wieder in Siebenbürgen (Rumänien).
Wahlspruch der Gemeinschaft: „Caritas Christi urget nos“ (2 Kor 5. 14) – „Die Liebe Christi drängt uns“.
Konkret wollen sie diesen Auftrag verwirklichen, indem sie
* Kinder und Jugendliche in Kindertagesstätten, Kinderheimen und Schulen betreuen, erziehen und bilden
* kranke und alte Menschen in Krankenhäusern, Altenheimen und in Privatwohnungen pflegen
* Dienste in kirchlichen Bildungsstätten, Seminaren und Kurhäusern übernehmen
* verschiedene Tätigkeiten in Pfarreien ausüben und die seelsorgerische Arbeit unterstützen



vorne von links: Sr. Carmina, Sr. Lanthilda, Sr. Jukundina,
Sr. Baldewina, Sr. Fromundis
hinten von links: Oberin Sr. Noemi, Sr. Burgit


Gottesdienst mit dem Direktor des Hauses, Msgr. Johann Schober
und Domkapitular Msgr. Reinhard Pappenberger.


Oberin Sr. Noemi und Sr. Carmina freuen sich
über das gelungene Fest


Frau Anna Hölzl (langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin)
und Sr. Jukundina genießen den Festtag


Das Konzert des Ensembles `Cant Art´ war ein
Höhepunkt der Nachmittagsveranstaltungen

 


 


17. Juli

Hans Senft 35 Jahre Lektor von Johannisthal:
Dir. Johann Schober im Jubiläumsgottesdienst des Nardini-Tages:
„Passend ist es, an so einem Tag einen Mann zu ehren, der 35 Jahre lang als Lektor in Johannisthal gewirkt hat. 1970 von Monsignore Max Rackl zum Lektorendienst in Johannisthal berufen, hat Hans Senft jeden Sonn- und Feiertag – und das 35 Jahre lang – Lesung und Fürbitten, zum Teil selbst formulierte, vorgetragen.“
Der Chef des Hauses überreicht Hans Senft ein Buch zum Dank und als Anerkennung seines Dienstes.




 


29. August

Schwester Carmina Unterburger, seit Februar 2002 Mitarbeiterin für besondere Aufgaben,
verlässt Johannisthal. Ab 1. September 2005 wird sie in der Diözesanstelle für Berufungspastoral (früher `Diözesanstelle `Berufe der Kirche – PWB´ ) in Regensburg mitarbeiten. „Der Bischof hat nicht nur eine Änderung des Namens dieser Dienststelle verfügt, er hat damit auch deutlich den Akzent dieser bischöflichen Dienststelle als tatkräftiges Instrument in der Weckung und Förderung der Berufungen zum Priester- und Ordensberuf bestärkt“, erläutere der Generalvikar. Allein durch die örtliche Anbindung der neuen Verantwortlichen werde dieser Akzent in deutlicher Weise unterstrichen, denn Kaplan Markus Lettner wird als Präfekt im Priesterseminar mit tätig sein und Schwester Carmina wird ebenfalls im Konvent der Mallersdorfer Schwestern wohnen, die im Priesterseminar tätig sind.



 


 


2. Oktober

Sr. M. Lanthilda Hammerl feiert 50jähriges Profeßjubiläum
Seit 1964 lebt und arbeitet die immer freundliche und aufgeschlossene Mallersdorfer Schwester Lanthilda in Wäscherei und Garten des Exerzitienhauses Johannisthal.



Sr. M. Lanthilda Hammerl


  2006


3. Februar

Sr. M. Burgit Daiminger, seit 2004 tätig im Speisesaal des Exerzitienhauses, verlässt Johannisthal und geht ins Mutterhaus nach Mallersdorf.
Schwester M. Corina Watter übernimmt die Leitung im Speisesaal.



Sr. M. Burgit Daiminger



 


17. Februar

Eine Stadt trauert um ihren langjährigen Bürgermeister – Kurt Döllinger stirbt mit 59 Jahren:
Die Kommunalpolitik war sein Lebensinhalt, ihr hatte er sich verschrieben. Fast 40 Jahre engagierte sich Kurt Döllinger in diesem Metier, wobei Parteigrenzen für ihn kein Hindernis waren, wenn es um das Wohl der Stadt und deren Bürger ging.
Auch dem Exerzitienhaus Johannisthal war er stets wohl gesonnen. An seine Zeit als Ministrant in diesem Haus dachte er gerne zurück.



Kurt Döllinger


  


24. Juni

Johannisfeuer: Direktor Msgr. Johann Schober und Oberin Sr. Noemi Leitl haben zur Feier des Gedenktages des Hl. Johannes des Täufers, des Patrons des Exerzitienhauses, eingeladen – erstmals unterstützt von den Ministranten St. Emmeram und der Katholischen Landjugend Windischeschenbach.
Zahlreiche Gäste aus Windischeschenbach und Umgebung – darunter auch viele Jugendliche – laben sich an frischen Getränken, Bratwürsten und Grillfleisch; vergnügen sich im kühlen Wasser der Waldnaab und bestaunen das Johannisfeuer, das nach dem „Feuersegen“ von Msgr. Johann Schober bei beginnender Dunkelheit entzündet wird:
In der Nacht des 24. Juni werden i Bayern die Johannisfeuer entzündet. Der 24. Juni ist der Geburtstag Johannes des Täufers. Er geht dem Geburtsfest Christi um sechs Monate voraus und galt ursprünglich als Fest erster Klasse. Die Kirche versuchte bereits im Mittelalter die älteren Sonnwendfeuer durch die Johannesfeuer zu ersetzen. Das Entzünden von Johannisfeuern ist seit dem 12. Jahrhundert bekannt und seit dem 14. Jahrhundert häufig belegt. Im Mittelalter führte man vor allem Tänze rund um die „Johannisfeuer“ auf. Da das Fest des heiligen Johannes in die Zeit der Sommersonnenwende fällt, war es im Volksglauben mit vielen Bräuchen – besonders Reinigungs- und Fruchtbarkeitsriten – verbunden. Der Sprung über das Johannisfeuer sollte sowohl baldige Heirat als auch Schutz vor Hexen und Geistern versprechen. Angebrannte Holzstücke steckte man in Felder und Äcker, um diese vor Ungeziefer zu schützen.



Segnung des Johannisfeuer durch Dir. Msgr. Johann Schober


Ministranten Windischeschenbach vergnügen sich in der Waldnaab


Hans Senft, Ehrenbürger der Stadt Windischeschenbach, jahrzehntelang Lektor in Johannisthal, wohnend in der nahegelegenen Schweinmühle, pflegt die Nachbarschaft und besucht mit Sohn Hans und Schwiegertochter das Fest.



 


3. Juli

Betriebsausflug des Exerzitienhauses Johannisthal:
Sonnenschein und gute Laune begleiten Direktor, Schwestern und Angestellte, als sie zum Tagesausflug nach Kloster Seligenthal und Landshut aufbrechen.
Im Konvent der Abtei Seligenthal bei Landshut leben 60 Zisterzienserinnen nach der Regel des Hl. Benedikt. Äbtissin M. Petra Articus und ihre Schwestern betreuen, unterstützt von weltlichen Angestellten, 1700 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Einrichtungen: Kindergarten, Grundschule mit Tagesheim, Wirtschaftsschule, Gymnasium, Fachakademie für Sozialpädagogik.



Landshut Kloster Seligenthal außen


Landshut Kloster Seligenthal Äbtissin

1232 gründete Ludmilla, die Witwe des Stadtgründers Ludwig des Kelheimers, das Zisterzienserinnenkloster. Der älteste Teil ist die Afrakapelle.
Die Ordensfrauen nutzen auch heute noch die kleine Afrakapelle im Klostergarten als Konventkirche. Eine Messfeier mit Direktor Johann Schober in der normalerweise für Besucher nicht zugänglichen Kapelle krönt den Besuch in der Abtei.


Landshut Kloster Seligenthal Personal


Landshut Seligenthal Schwestern

Ein Rundgang durch die Stadt Landshut führt zur Martinskirche: Die spätgotische dreischiffige Hallenkirche aus dem 15. Jh., zeichnet sich durch einen Superlativ aus – sie besitzt den höchsten Backsteinturm der Welt mit einer Höhe von 130,6 Metern. Wer die 495 Stufen hinauf zum ersten Kranz des Turmes bewältigt, hat einen herrlichen Blick über die Stadt.
Die Johannisthaler wandern lieber zu einem gemütlichen Biergarten um sich zu stärken.


Landshut mit Martinskirche

 

Die Burg Trausnitz ist Keimzelle und Wahrzeichen der Stadt Landshut. Die ältesten Teile der Anlage stammen aus der Gründerzeit um 1204. Vom Söller der Burg aus genießen die Ausflügler einen herrlichen Blick auf die Stadt und auf das Isartal.


Landshut Burg Trausnitz


Landshut Burg Trausnitz Personal

 

Der Nachmittag wird abgerundet mit dem Besuch der Filialkirche St. Johannes in Piflach bei Landshut. 16 große und 4 kleine Bildfenster schuf Sieger Köder in den Jahren von 1995 bis 1999 für diese neu erbaute Kirche.


Sieger Köder Fenster



  2007




10. April 2:30Uhr

Gott, der Herr über Leben und Tod, ruft seine treue Dienerin Schwester Maria Jukundina Wild im Alter von 87 Jahren heim zu sich.
Schwester Jukundina ist es vergönnt, im Exerzitienhaus intensiv die Feiern der Kartage, Auferstehung und Ostermorgen zu erleben, bevor sie in der Nacht zum Osterdienstag im Kreise ihrer Mitschwestern ihr Leben in die Hände ihres Schöpfers zurückgibt.

Als am 7. Juli 1948 die ersten Mallersdorfer Schwestern im Exerzitienhaus Johannisthal eintrafen, war Schwester Jukundina unter ihnen – sie absolvierte ihr Praktikum in der Küche.
Nach Ablegung der Profeß am 10.08.1949 wurde sie ans Städtische Krankenhaus Weiden versetzt. 23 Jahre leitete sie dort die Küche und sorgte liebevoll für Patienten, Angestellte und Schwestern.
Von 1972 bis 1991 wurde ihr die Küchenleitung in der orthopädischen Klinik in Schwarzach übertragen. Mitarbeiter und Küchenpersonal dieses Krankenhauses schätzten ihren unermüdlichen und selbstlosen Dienst sehr hoch und vergaßen ihn auch nicht, so dass der Kontakt nach Johannisthal bis zuletzt sehr rege war.
Als 1991 diese Filiale aufgelöst wurde, kam Sr. Jukundina als Küchenleitung wieder nach Johannisthal.
Vor einigen Jahren übergab sie die Leitung in jüngere Hände. Aber sie half sehr gerne mit, bis kurz vor ihrem Tod, in bester harmonischer Zusammenarbeit mit dem Küchenchef. Frühmorgens war sie die die Erste und nur durch Zureden war sie bereit, auf ihr Alter und ihre Gesundheit Rücksicht zu nehmen und sich zu wohlverdienten Pausen zurückzuziehen.

Durch ihr freundliches fröhliches warmherziges Wesen gab sie vielen Menschen, die ihr begegneten, Frohsinn, Mut und Zuversicht.

Ihre letzte Ruhestätte findet sie im Friedhof des Mutterhauses Kloster Mallersdorf.

 



  2008



D.N.T., Windischeschenbach-Johannisthal, 21.06.2008, ab

60 Jahre gern ein bisschen leise - Exerzitienhaus Johannisthal begeht am Wochenende runden Geburtstag - Pappenberger kommt

Nur unweit des Zusammenflusses von Fichtel- und Waldnaab liegt in einem beschaulichen Tal das Exerzitienhaus Johannisthal. Eine Oase der Ruhe und Zuflucht für nach dem Sinn des Lebens Fragende

Johannisthal, oft auch als „Gnaden-Tal“ bezeichnet, bietet Gelegenheit, zu sich selbst und zu Gott zu finden und auf den Spuren des Schutzpatrons des Hauses, Johannes des Täufers, zu wandeln. Der Schutzpatron, ein Kunstwerk des Bildhauers Leo Bäumler, nimmt am Eingang des Hauses die Besucher in Empfang.

Das Exerzitienhaus hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Sie begann im Juli 1948. Johannisthal hat deshalb allen Grund, am Wochenende 60. Geburtstag zu feiern. Die Festlichkeiten beginnen am Freitag um 18 Uhr mit einem Johannisfeuer inklusive Bewirtung. Treffpunkt dazu ist an der Johannesstatue.

Am Samstag beginnt um 15 Uhr ein Konzert mit "Cant Art", anschließend eröffnet die Ausstellung „60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal“. Höhepunkt ist am Sonntag um 10 Uhr ein Festgottesdienst mit Weihbischof Monsignore Reinhard Pappenberger bei schönem Wetter vor dem Exerzitienhaus, bei schlechtem Wetter in der Hauskapelle.

„Von der Glasschleife zur Seelenschleife“, wird in Zusammenhang mit Johannisthal gern zitiert. Hintergrund dafür ist das Schleif- und Polierwerk, das in den 70-er Jahren des 19. Jahrhunderts in Johannisthal entstand und etwa 60 Jahre im Besitz der Familie Goldscheider aus Fürth war. Seit 1914 lag die Glasschleife jedoch brach und war dem Verfall preisgegeben.

Roeseneders Lebenswerk
Doch der damalige Pfarrer von Windischeschenbach, Johann Baptist Roeseneder, erkannte den Wert des Objekts, vor allem wegen seiner Lage. Er fasste den Plan, Johannisthal zu einem Exerzitienhaus auszubauen.

Der engagierte Geistliche verhandelte mit seinem Bischof Dr. Michael Buchberger und den Besitzern des Polierwerks. Am 3. Juni 1937 erfolgte die notarielle Verbriefung des Kaufs, zu dem auch zwölf Hektar Äcker, Wiesen und Wald gehörten. Erst neun Jahre später begannen die Instandsetzungsarbeiten. Leider war es Roeseneder nicht vergönnt, die Eröffnung seines Lebenswerks mitzuerleben. Nur wenige Tage vor den ersten Exerzitienkursen starb er am 26. Juli 1948.

Mit Pfarrer Johann Rösch setzte ein würdiger Nachfolger als Leiter des Exerzitienhauses das Werk fort, gemeinsam mit den Mallersdorfer Schwestern, die inzwischen die Heimbetreuung übernommen hatten. Bald konnte Johannisthal den starken Zustrom von Heil suchenden Menschen nicht mehr bewältigen. Eine Erweiterung stand an, unterstützt mit Mitteln der Diözese und unter Leitung von Regierungsbaumeister Franz Günther. Die örtliche Leitung hatte der Windischeschenbacher Architekt Xaver Bogner.

100 Betten
Nach 16 Monaten Bauzeit weihte Bischof Rudolf Graber den modernen Erweiterungsbau am 10. Oktober 1964 ein. Mit 75 Einzel- und Doppelzimmern hat das Haus eine Kapazität von 100 Betten.

Ein besonderes Schmuckstück ist die Hauskapelle mit einem sechs Zentner schweren Kreuz über dem Altar als Blickfang. Das Kreuz ist 1,50 mal 1,50 Meter hoch und aus Bronze gegossen. Die dunkle Oberfläche ist unterbrochen durch fünf faustgroße, glasklare Bergkristalle aus Madagaskar.

Umsichtige Schwestern
In der Mitte des Kreuzes leuchtet das Lamm Gottes. Das berühmte i-Tüpfelchen bekam das „Tal der Gnade“ im Jahre 1954 mit der Einweihung der Marienkapelle. Sie ist inzwischen Ziel vieler Gläubiger, die alljährlich zu „Unserer lieben Frau von Johannisthal“ pilgern.

Von 1959 bis 1997 war Monsignore Max Rackl Direktor des Exerzitienhauses. Sein Nachfolger wurde für kurze Zeit Pfarrer Johannes Lang, bevor im Februar 2001 Monsignore Johann Schober die Leitung des Hauses übernahm. Die Seele des Hauses sind die Mallersdorfer Schwestern. Sie sorgen für eine wohltuende Atmosphäre und dafür, dass das Haus ein Hort der Ruhe, Stille und Besinnung bleibt.

 

Johannisfeuer am Freitag, 20. Juni 2008
Bei der Statue Johannes des Täufers am Eingang des Exerzitienhauses hält Msgr. Johann Schober, der Direktor des Hauses mit den Teilnehmer/innen eine kurze Andacht, bevor er das Johannisfeuer am Grillplatz segnet. Alle tanzen um das Feuer mit dem Lied „Lasset uns gemeinsam …“.
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein haben die Köche Jörg Langbein und Patrick Ascherl beim Würstchengrillen und Hausmeister Gerhard Wöhrl am Ausschank alle Hände voll zu tun, um die zahlreichen Gäste zu bewirten.

Johannisfeuer
Sitzen rund ums Feuer

Johannisfeuer
Msgr. Johann Schober

Johannisfeuer
Grillen

Johannisfeuer
Durstlöschen

Johannisfeuer
Gemütlich beieinander

Johannisfeuer
Aus nah und fern

Johannisfeuer
Die Jungend

Johannisfeuer
Ein Fest für Kinder

 

Konzert mit dem Ensemble `Cant Art´ am Samstag, 21. Juni, 15.00 Uhr in der Hauskapelle des Exerzitienhauses Johannisthal
Zum Konzert mit der Gruppe `Cant Art´ unter Leitung von Frau Elisabeth König haben sich viele Zuhörer/innen eingefunden, um den klaren Stimmen und den professionell vorgetragenen Liedern zu lauschen.

Cant Art
Ensemble Cant Art

Cant Art
zahlreiche Besucher des Konzertes

 

 

D.N.T., Windischeschenbach-Johannisthal, 24.06.2008, spz

Musikalische Besinnung zum Jubiläum  - `Cant Art´ begeistern am Nachmittag 120 Zuhörer in Hauskapelle des Exerzitienhauses

Nachdem am Freitag bereits das Johannisfeuer angezündet wurde, begannen am Samstag mit einem Konzert der Gruppe `Cant Art´ die Feierlichkeiten zum Jubiläum „60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal.“

Obwohl das Musikereignis bereits am Nachmittag über die Bühne ging, und das Wetter eigentlich eher zum Sonnen in den Garten einlud, freute sich Monsignore Johann Schober über zirka 120 Zuhörer - die Mehrzahl Frauen - in der Hauskapelle. Vor fast vollem Haus begrüßte er die Schwesternschaft. Besonders erwähnte er Schwester Felizitas, die schon einmal im Hause gewirkt habe, Gemeindereferent Helmut Nürnberger sowie Gäste aus Königsbrück bei Dresden, eine Urlaubergruppe und alle anderen Anwesenden.

Blick auch nach vorne
In einer kurzen Eingangsrede sagte der Geistliche, 60 Jahre sind ein Anlass, zurück zu schauen, aber auch um vorwärts zu blicken. „Deshalb wollen wir miteinander feiern und uns freuen.“

Dann folgte bereits der erste musikalische Glanzpunkt des Nachmittags. Schon zum Einzug in das Gotteshaus sangen die Musiker und Sänger das südafrikanische Lied "Noyana". Das heißt übersetzt "Wir sind alle auf dem Weg zum Paradies". Die Musikerinnen Elisabeth König (Gitarre), Melanie Spachtholz (Alt, Flöte), Martina Rittig und Theresa Uhl (beide Sopran, Flöte) sowie die Sängerin Lydia Schedl (Alt) und die männlichen Kollegen Josef Bösl (Bass), Stephan König und Michael Wittmann (beide Tenor) sangen Gospels, Spirituals und Loblieder an Gott.

Ihre kraftvollen Stimmen, begleitet nur mit Flöte und Gitarre, und die prachtvolle Akustik des Kapellenraumes bescherten den Zuhörern einen außergewöhnlichen Musikgenuss. Unter anderem brillierten die Akteure mit den Liedern "Ich wünsche dir Zeit", "Du, Du, Du", "Deine Spuren im Sand" und "Alles was du brauchst zum Leben", jeweils Musik und Sound von E. König sowie den Song "Shine your light" von Tore W. Aas und "Ich trau auf dich, o Herr", Marion Warrington. Zum Schlusslied "Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht.

Begeisterung ausgedrückt
„Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht“ von Clemens Bittlinger sangen alle mit. Obwohl die Akteure während des Konzerts keinen Applaus wünschten, konnten sich einige kaum zurückhalten und klatschten vor Begeisterung schon zwischen den Gesangspausen.

Monsignore Schober dankte den Akteuren für ihr Engagement für das Exerzitienhaus. Fazit des Geistlichen: „Das Konzert war nicht nur ein Kunstgenuss, sondern auch Meditation. Passend zum Haus.“

 

 

Ausstellung „60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal“
Nach dem Konzert eröffnet Hausherr Dir. Msgr. Johann Schober die Ausstellung „60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal“ im Foyer des Hauses.

Ausstellung
Dir. Msgr. Johann Schober

Ausstellung
im Foyer des Hauses

 

 

D.N.T., Windischeschenbach-Johannisthal, 30.06.2008, spz

Früher ein Schleif- und Polierwerk
Johannisthal gehörte der Familie Goldschneider - Ausstellung zum Jubiläum "60 Jahre Exerzitienhaus"

Gleich im Anschluss an das Konzert mit der Gruppe `Cant Art´ eröffnete Monsignore Johann Schober in der lockeren Atmosphäre der Eingangshalle eine Ausstellung zum Jubiläum des Diözesan-Exerzitienhauses Johannisthal. Schober: „60 Jahre - das ist eine lange und bewegende Zeit. Man blättert im Album.“

Und daraus sind nun zahlreiche Bilder entnommen, die auf Zeittafeln zu sehen sind. Die 60 Jahre wurden in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt: von der „Gründung des Exerzitienhauses“ zum „Diözesan-Exerzitienhaus von 1950 bis 1965“, „60 Jahre Mallersdorfer Schwestern im Johannisthal“ und „Landwirtschaft und Impressionen“. Schober ging auf die Anfänge des Hauses ein und beleuchtete die bewegende Geschichte bis in die heutige Zeit.

Jahrzehnte brach gelegen
In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand in Johannisthal ein Schleif- und Polierwerk, das etwa 60 Jahre lang im Besitz der Familie Goldschneider aus Fürth war. Ab dem Jahr 1914 lag die Glasschleife brach und war dem Verfall preisgegeben. Der damalige Pfarrer, Geistlicher Rat Johann Baptist Roeseneder, fasste den Plan, das verkommene Objekt zu kaufen und zu einem Exerzitienhaus auszubauen.

Mit dem Einverständnis von Bischof Dr. Michael Buchberger erfolgte am 3. Juni 1937 die notarielle Verbriefung des Kaufes. Erst nach der Nazi-Zeit sei das Haus in die Hände von Windischeschenbach gekommen und im Jahr 1946 begannen die Instandsetzungsarbeiten. Leider konnte Initiator Roeseneder die Fertigstellung des ersten Gebäudes im Juli 1948 nicht mehr miterleben.

Sein Nachfolger, Pfarrer Johann Rösch, setzte jedoch sein Werk fort. Im gleichen Jahr kamen auch die Mallersdorfer Schwestern mit der engagierten Oberin Noteria ins Haus. Wegen des großen Besucherzustroms wurde das Gebäude erweitert und am 10. Oktober 1964 von Bischof Rudolf Graber eingeweiht.

Eigener Strom
Stolz ist der Geistliche, dass sich das Exerzitienhaus noch heute mit eigenem Strom versorgen könne. Er dankte Persönlichkeiten, die prägten, wie der Generaloberin der Mallersdorfer Schwestern, die am Sonntag zum Gottesdienst erwartet wurde.

 

 

Festgottesdienst „60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal“
Der Höhepunkt der Festlichkeiten zum 60jährigen Bestehen ist der Festgottesdienst mit Weihbischof Msgr. Reinhard Pappenberger am Sonntag, 22. Juni 2008. Viele Windischeschenbacher versammeln sich bei strahlendem Sonnenschein auf der Wiese vor dem Exerzitienhaus, um mit `ihrem´ Johannisthal zu feiern.

60 Jahr Feier
Einzug. Festgottesdienst "60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal"

60 Jahr Feier
Konzelebranten

Als Konzelebranten stehen am Altar (von links): Dekan Markus Schmid (Pfarrer in Windischeschenbach St. Emmeram); Dekan Georg Flierl (Pfarrer in Tirschenreuth Mariä Himmelfahrt); Josef Unsicker (Ruhestandspfarrer Neuhaus Hl. Geist); Msgr. Karl Söltl (Ruhestandspfarrer St. Josef Weiden); Prälat Domkapitular u. Dompfarrer i.R. Josef Kett (Ruhestandspfarrer Neustadt St. Georg); Direktor Msgr. Johann Schober (Regionaldekan des Dekantas Kemnath-Wunsiedel); Gastpfarrer aus Königsbrück; BGR Franz Reich (Ruhestandspfarrer Windischeschenbach St. Emmeram)

 

60 Jahr Feier
Besucher. Festgottesdienst "60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal"

60 Jahr Feier
Predigt. Festgottesdienst "60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal"

60 Jahr Feier
Segen. Festgottesdienst "60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal"

60 Jahr Feier
Hochgebet. Festgottesdienst "60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal"

60 Jahr Feier
Wandlung. Festgottesdienst "60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal"

60 Jahr Feier
Segen. Festgottesdienst "60 Jahre Exerzitienhaus Johannisthal"

 

 

D.N.T., Windischeschenbach-Johannisthal, 27.06.2008, ab

Raststätte lässt Priestern keine Ruhe - Autobahn-Projekt auch Thema beim Festgottesdienst in Johannisthal
„Johannisthal - ein Lernort der Gemeinschaft und ein guter Ort für das Zusammenleben von Menschen. Und ein Ort, an dem der Mensch gastlich aufgenommen wird und Zuspruch und Antwort erhält auf seine Fragen nach dem Sinn des Lebens.“ Dieses Kompliment machte Weihbischof Reinhard Pappenberger dem Exerzitienhaus zum 60. Geburtstag.

Werk mutiger Geistlicher
„Wir dürfen dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt. Wir dürfen den Menschen trauen, weil Gott mit ihnen ist“, rief er den Gläubigen am Sonntag in der Festpredigt zu. Der Gottesdienst vor der Johannesstatue, am Eingang zum Exerzitienhaus, bildete den Höhepunkt des Jubiläums.

Fast 300 Frauen und Männer hatten sich bei strahlendem Sonnenschein vor dem Altar versammelt, wo der Weihbischof mit weiteren neun Priestern die Eucharistie zelebrierte. Der Direktor des Hauses, Monsignore Johann Schober, forderte dazu auf, anlässlich des Jubiläums dankbar zurückzuschauen und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. „Johannisthal würde nicht bestehen ohne mutige Priester“, erinnerte Schober an den Gründer des Hauses, Johann Baptist Roeseneder. „Und es würde auch nicht bestehen ohne die Mallersdorfer Schwestern. Möge Gott allen Menschen vergelten, was sie für dieses Haus getan haben.“

In seiner Predigt mahnte Pappenberger: „Es geht im Leben nicht nur um den Menschen, denn das kann daneben gehen. Doch schon Apostel Paulus wusste: Da ist noch was. Da ist ein Herr, der weiß, wohin das Leben führen soll. Da gibt es einen Gott, der mitten unter den Menschen ist. Und wo Gott mitmacht und sich einbringt, da ist die Gnade übermächtig.“

Die Gläubigen forderte der Prediger auf, „die Ruhe und Stille immer wieder neu zu suchen, sie mit hinaus zu nehmen und danach zu handeln. Und das heißt aber auch“, so der Weihbischof mit Blick auf die geplante Autobahnraststätte, „mitreden und sich zu Wort melden. Das ist Ihr gutes Recht und Ihre Pflicht, wenn es um die Schöpfung Gottes geht.“

„Wir werden alles tun, um diese Oase Johannisthal zu erhalten. Hier kommen Menschen her, um in die Unordnung ihres Lebens Ordnung zu bringen. Sie suchen die Stille der Schöpfung, die nicht aufs Spiel gesetzt werden darf“, fügte Stadtpfarrer Markus Schmid hinzu.

„Hort der Geborgenheit“
Bezirksrätin Petra Dettenhöfer nannte das Exerzitienhaus einen Ort, „der Halt, Kraft und Orientierung gibt und der dazu anregt, darüber nachzudenken, was der Glaube für die Menschen bedeutet. Der Hort der Geborgenheit muss deshalb erhalten bleiben.“

Bürgermeister Andreas Meier versicherte, „dass die Stadt nichts tun werde, was die Bedeutung des Exerzitienhauses gefährden würde. Aber die Einkehr und Rast für den Geist und daneben die für den Körper müssen nebeneinander möglich sein.“ Johannisthal bezeichnete der Bürgermeister als „segensreiche Einrichtung für die Stadt und darüber hinaus. Es ist ein Ruhepunkt, der zur Besinnung auf das Wesentliche einlädt. Die Stadt wünscht sich, dass hier auch weiterhin das große Herz zu spüren ist.“

Die Jubiläumstage enden mit einem gemeinsamen Festmahl. Nach dem Festgottesdienst wird im Speisesaal des Exerzitienhauses gefeiert. Dir. Msgr. Johann Schober und Oberin Sr. Noemi Leitl schneiden ein Torte mit dem Bild von Johannisthal an.

60 Jahr Feier
Jubiläumstorte wird angeschnitten


60 Jahr Feier
Mallersdorfer Schwestern in Johannisthal (von links):
Sr. M. Fromundis Ackstaller (Johannisthal), Sr. M. Hiltrud Baumer (Generaloberin, Mallersdorf), Sr. M. Noemi Leitl (Oberin Johannisthal), Sr. M. Corina Watter (Johannisthal), Sr. M. Jakobe Schmid (Generalvikarin, Mallersdorf), Sr. M. Baldewina Luger (Johannisthal). Auf dem Bild fehlt die Johannisthaler Schwester M. Lanthilda Hammerl.

 

 

D.N.T., Windischeschenbach, 16.12.2008, ab

Johannisthal bald ein kleines Dorf - Diözese Regensburg lässt sich Generalsanierung des Exerzitienhauses 17 Millionen Euro kosten

Begegnungen ermöglichen mit den Mitmenschen, mit der Natur, mit sich selbst, mit Gott: Das Exerzitienhaus Johannisthal ist dafür seit nunmehr über 60 Jahren der richtige Ort. Und damit diese Begegnungen auch noch in den kommenden Jahrzehnten möglich sind, bedarf die bekannte und beliebte Einrichtung einer grundlegenden Sanierung.

17 Millionen Euro sind für dieses Vorhaben veranschlagt, die Planung läuft seit April 2007. Und nachdem der Diözesan-Steuer-Ausschuss das Gesamtkonzept genehmigt hat, ist für das Frühjahr 2010 der Baubeginn für den ersten Bauabschnitt vorgesehen. Mitte 2011 folgt der zweite Abschnitt. Im Frühjahr 2013 soll die Generalsanierung beendet sein.

Am Montag stellte die Diözese das von den Architekten Brückner & Brückner aus Tirschenreuth erarbeitete Gesamtkonzept vor. Mit dabei waren der bischöfliche Administrator Harald Eifler, der bischöfliche Baudirektor Paul Höschl, der Direktor des Exerzitienhauses, Monsignore Johann Schober, und Oberin Schwester Noemi Leitl.

Alle Zimmer mit Nasszellen

Zielgruppen des Hauses, das derzeit 56 Zimmer mit insgesamt 106 Betten bietet, sind alle Altersgruppen, Schulklassen, kirchliche Verbände, Familien, Senioren und Gebetskreise. Und wie Monsignore Schober unterstrich, würde, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, das Haus bei freien Kapazitäten auch für Firmen-Veranstaltungen offen sein, was aber bisher an fehlenden Nasszellen in der Hälfte der Zimmer scheitert. Die Auslastung liege bei 38 Prozent - das sei über dem Durchschnitt. Durch die Sanierung hofft Schober auf eine Steigerung um zehn bis 15 Prozent.

2007 zählte das Exerzitienhaus 9300 Übernachtungen, heuer sind es bis jetzt über 8000. Johannisthal bringt es damit in Windischeschenbach nach der Stützelvilla auf die meisten Gästeübernachtungen. "Von den voraussichtlichen Sanierungskosten von 17 Millionen Euro kommen 90 Prozent aus Mitteln der Kirchensteuer, zehn Prozent übernimmt der Träger des Hauses, die Stiftung St. Jakob in Regensburg", informierte Administrator Eifler.

„Die Diözese sieht Johannisthal bewusst als geistliches Zentrum, das erhalten werden soll“, so der Administrator. Nach Ende der Sanierung wird das Haus über 54 Zimmer mit 90 Betten, sieben Seminarräume und einen Saal verfügen. Die Aufträge für die Sanierung sollen möglichst in der Region bleiben. „Damit will man auch zur Identifikation mit der Einrichtung beitragen.“

Bürgermeister sprachlos

Dass bei der Planung großer Wert auch auf einen „ganzheitlichen Ansatz“ gelegt wurde, unterstrich Baudirektor Höschl. Er nannte Brunnenwassernutzung, Wärmedämmung, Wasserkraftwerk, effiziente Gebäudetechnik und die Wärmeversorgung mit nachwachsenden Rohstoffen (Hackschnitzel). Höschl sieht in der Sanierung eine deutliche Qualitätssteigerung in baulicher, funktionaler und wirtschaftlicher Hinsicht.

In ihrer Planung legten die Architekten Peter und Christian Brückner großen Wert auf eine „ganzheitliche Optimierung und Nachhaltigkeit des Standortes“. Die Einmaligkeit des Ortes verankerten sie in der Architektur. Wichtig ist für die Planer vor allem auch die Funktionalität der Häuser, der Brandschutz, Sanitäranlagen sowie die Elektro- und Energieversorgung. „Und“, so die Architekten, „es wurde auch der Dialog mit der Geschichte geführt. Die neue Identität soll an die alte anknüpfen.“ Ganz deutlich werde dies an den beiden ältesten Häusern, die aus dem Jahr 1948 stammen.

Die Planung der Architekten sieht vor, dass sich nach der Generalsanierung Johannisthal als „kleines Dorf“ präsentiert. Mit Bereichen der Ruhe und Stille, des Dialogs, des Speisens und des Empfangs und einem Platz der Mitte. „Jetzt“, so die Ausführungen der Architekten, „entspricht das Exerzitienhaus sowohl vom baulichen Zustand als auch von den funktionalen Anordnungen nicht mehr den Anforderungen an einen modernen und zukunftsweisenden Beherbergungsbetrieb“. Die Gebäude des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebs müssen einem Parkplatz weichen.

„Ich bin positiv sprachlos über diese gewaltige Investition und dem klaren Bekenntnis zur Region und diesen Ort", stellte Bürgermeister Andreas Meier fest. "Denn als Stadt sind wir natürlich auch über die wirtschaftliche Situation froh. Und diese Investition passt in diese Zeit, in der jeden Tag ein anderes Szenario gemalt wird. Mein Dank gilt deshalb allen Entscheidungsträgern für dieses Engagement.“



  2009




Am 5. Januar 2009 wird Sr. Baldewina Luger heimgerufen.

Sr. Baldewina Luger wirkte seit 1990 als Mesnerin in der Hauskapelle des Exerzitienhauses Johannisthal. Mit großer Geduld ertrug sie tapfer ihr schweres Leiden, das sie von Oktober 2008 bis zu ihrem Heimgang ans Krankenbett fesselte. Im Vertrauen auf ihren Herrgott, dem sie alles in die Hände legte, verabschiedete sie sich bereits vor Weihnachten im Mallersdorfer Schwesternkrankenhaus von ihren `Johannisthalern´ - Direktor Msgr. Johann Schober, Sr. Oberin Noemi Leitl, Sr. Lanthilda Hammerl, Sr. Fromundis Ackstaller, Sr. Corina Watter und Sr. Hildeburga Eckl – und wünschte allen im Exerzitienhaus Johannisthal Tätigen Gottes Segen für ihr weiteres Wirken.
Sr. Baldewina Luger ruht im Friedhof des Mutterhauses Kloster Mallersdorf.

Am Donnerstag, 29. Januar 2009, sind alle eingeladen, um 19.00 Uhr Gottesdienst im Gedenken an Sr. Baldewina mit Msgr. Johann Schober in der Hauskapelle des Exerzitienhauses Johannisthal zu feiern.


 



  2010


D.N.T., Windischeschenbach-Johannisthal, 21.04.2010, wrt

Musikalische Botschaft Gottes - Gruppe `CantArt´ begeistert beim Benefizkonzert für das Exerzitienhaus Johannisthal

Ihrem Namen alle Ehre machten die Mitglieder der Gruppe `CantArt´ beim Benefizkonzert: Cantare heißt bekanntlich singen, Art steht für Kunst und Sangeskunst. Das zehnköpfige Ensemble stellte den Zuhörern einen Ausschnitt mit dem reichhaltigen Repertoire vor. Der Erlös kommt der Neugestaltung des Diözesan-Exerzitienhauses Johannisthal zugute.
Die Mitglieder der Gruppe fühlen sich dem Exerzitienhaus durch etliche Auftritte verbunden und verbringen dort regelmäßig Besinnungstage. Mit neuem geistlichen Liedgut könnte man das Programm beschreiben, das ohne komplizierte Elektronik auskam. Stücke von Kathi Stimmer waren dabei, aber auch Lieder, für die Leiterin Elisabeth König Text und Melodie selbst geschrieben hat.

Kontrabass und Querflöte
Wer sich mit moderner religiöser Musik beschäftigt, für den ist sicher auch Gen Rosso ein Begriff, eine internationale Gruppe, die aus der Fokolar-Bewegung in Italien entstanden ist und deren Stücke ausgezeichnet ins Repertoire von `CantArt´ passen. Die drei Herren und sieben Damen begeisterten außer mit ihren stimmlichen Qualitäten auch mit ihrem instrumentalen Können: Gitarren, Kontrabass und Querflöte begleiteten den Gesang, aber auch bei Instrumentalstücken überzeugten die Musiker. Mit „Jesus is coming“ zogen die Aktiven in die Kirche ein. „Ich wünsche Dir Zeit, nicht zum Vertreiben“, „Und Freude wird weit“ oder „Alleluja, singt dem Herrn“ folgtern.

Meditative Texte wie "Hörendes Herz" oder "Der Sinn der Auferstehung" gaben weitere Denkanstöße. Einer der Themenblöcke befasste sich speziell mit dem Ostergeschehen: "Alleluja - auferstanden ist der Herr", "Seht was Gott getan" oder "Aus dem Grabe auferstanden" intonierten die Sänger. "Unser Vater" formulierte die Bestandteile des Vater Unser-Gebetes etwas um und regte zum bewussten Zuhören an.

Viel Applaus
"Euer Herz erschrecke nicht" übermittelte die Botschaft an die Zuhörer, auf Gott zu vertrauen. "Cantiamo con Gioia", "Heute und Morgen" oder die Bitte um göttlichen Schutz "Jesus be a Fence all around me every day" waren weitere Stücke. Mit "My God is able" und einem gemeinsamen Segenslied endete das Konzert. Dass es den Besuchern ausnehmend gut gefallen hatte, zeigte der anhaltende Applaus.

Direktor Johann Schober vom Exerzitienhaus Johannisthal dankte dem Ensemble und wünschte, dass jeder Zuhörer etwas von dem Glanz der Darbietung in den Alltag mit hinausnehmen könne. An Stadtpfarrer Markus Schmid ging ein Vergelt’s Gott für die Gastfreundschaft, das Gotteshaus für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.

Das Ensemble `CantArt´ gibt am Sonntag, 18. April 2010, ein Benefizkonzert in der Pfarrkirche St. Emmeram in Windischeschenbach. Der Erlös ist für den Umbau des Exerzitienhauses Johannisthal bestimmt.

Cant Art
Ensemble Cant Art


D.N.T., Windischeschenbach-Johannisthal, 15.05.2010, ab

„Stück Heimat“ – Spatenstich mit Prominenz in Johannisthal

„Mit der Generalsanierung des Exerzitienhauses Johannisthal soll die Bedeutung der nördlichen Oberpfalz für die Diözese Regensburg unterstrichen werden. Das Bistum will damit ein Signal geben, wie wichtig Johannisthal als Zentrum für Einkehr und Besinnung ist“, betonte Direktor Johann Schober vor zahlreichen Gästen, die sich zum Spatenstich eingefunden hatten.
Die Sanierung bezeichnete der Direktor als notwendig und wichtig für das 1948 eröffnete Haus. „Johannisthal braucht Zukunft, damit die Einrichtung auch künftig Heimat und innerer Ausgleich ist für alle, die in der Gemeinschaft Erholung finden und nach Gott suchen. Wir sind deshalb dem Bistum dankbar für die konsequente Planung und Umsetzung der Generalsanierung.“

Die grundlegende Sanierung, in die das Bistum 16,5 Millionen Euro investiert, erläuterten die Architekten Christian und Peter Brückner aus Tirschenreuth, die sich seit drei Jahren intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt haben. „Wir haben den Geist und die Ausstrahlung des Ortes gespürt und genossen. Und wir haben nachhaltig nach einer Lösung gesucht, in der der Geist dieses Ortes weiterlebt.“ Die Generalsanierung sieht vor, dass die Gebäude nach Funktion neu geordnet werden. Der Zentralbereich mit Empfang, Kirche, Küche, Speisesaal und Klosterladen wird neu erstellt. Alle Zimmer erhalten eine eigene Nasszelle. Insgesamt wird es 54 Zimmer mit 96 Betten geben. Der erste Bauabschnitt soll bis Mai 2011 geschafft sein, die Fertigstellung ist für Februar 2013 geplant.

Bei stellvertretendem Landrat Willi Neuser wurden Erinnerungen an die Jugendzeit wach. Bürgermeister Andreas Meier sah im Spatenstich einen besonderen Akt. „Das Exerzitienhaus Johannisthal und die Stadt Windischeschenbach sind untrennbar miteinander verbunden. Deshalb sind wir glücklich darüber, dass hier in der Region ein Zeichen gesetzt wird.“

Die Segenswünsche von Bischof Dr. Gerhard Ludwig hatte Finanzdirektor Robert Hüttner im Gepäck, der mit Bischöflichem Administrator Harald Eifler aus Regensburg gekommen war. „Das Hauptanliegen der Kirche ist, dass sie nahe am Menschen ist. Hier in Johannisthal ist etwas gewachsen, das erhalten werden muss. Deshalb steht die Diözese zu Johannisthal, damit Menschen hier ein Stück Heimat finden“, betonte Hüttner, der gleichzeitig auch an die Menschen appellierte, nicht nur das Schlechte zu sehen, sondern auch das Gute, was die Kirche tue.

„Aber man liest immer nur das Schlechte, vom Guten erfahren die Menschen nichts“. Anschließend erteilte der Domdekan dem Projekt und einer unfallfreien Baustelle den Segen.

 


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